Nach der Tragödie in Hamburg, bei der Anfang Dezember drei Menschen durch eine Kohlenmonoxidvergiftung ums Leben kamen, schafft die Hamburger Feuerwehr CO-Messgeräte an. Das verkündete Feuerwehrchef Klaus Maurer jetzt bei einer CO-Tagung im Gerichtsmedizinischen Institut in Eppendorf. Alle Rettungswagen und Notärzte sowie sämtliche Löschfahrzeuge von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sollen CO-Melder bekommen.

Auf der dreitägigen Fachtagung „Kohlenmonoxid“ vom 12. bis 14. Januar 2015 präsentierte sich auch das Zentrum für Hyperbarmedizin Hamburg. Dr. med Dirk Michaelis, ärztlicher Leiter der Druckkammerzentren Rhein-Main-Taunus, referierte über die hyperbare Sauerstofftherapie als lebensrettende und neurologische Spätfolgen vermeidende Therapie bei CO-Intoxikation.

Die CO-Tagung widmete sich unter anderem folgenden Fragen: Wie gefährdet ist das Personal im Rettungsdienst? Gibt es unerkannte Kohlenmonoxid-Einsatzstellen? Wie erkennt man Patienten mit einer CO-Vergiftung? Dass CO-Messgeräte für Rettungskräfte und Feuerwehr zwingend erforderlich sind, zeigte das Treffen der Experten. „Es kann durchaus sein, dass die Symptome eines Patienten keinen Hinweis auf Kohlenmonoxid als Ursache geben“, sagt Hendrik Frese von der Pressestelle der Hamburger Feuerwehr. „Auch in Krankenhäusern wird standardmäßig keine Blutgasanalyse durchgeführt. Dann wird die Ursache möglicherweise nicht erkannt.“

Mehr zur Fachtagung „Kohlenmonoxid:

Nach Gas-Unglück in Harburg: Feuerwehr erhält Messgeräte, Hamburger Abendblatt, 15.01.15

Feuerwehr bekommt Kohlenmonoxid-Warngeräte, NDR, 15.01.15