Kohlenmonoxid (CO), ein farb-, geschmacks- und geruchsloses Gas, welches bei unvollständiger Verbrennung entsteht, wird in der einschlägigen Literatur als „Silent Killer“ bezeichnet. Unspezifische Symptome wie Kopfschmerz, Schwindel und Übelkeit lassen gerade in der kalten Jahreszeit eher auf andere Erkrankungen schließen, als auf defekte Gasthermen und verstopfte Abzugsrohre der Heizung.

Schon im Dezember 2008 stellte der renommierte Prof. Dr. med. Klaus Püschel, Ärztlicher Direktor der Rechtsmedizin am UKE Hamburg, in einem Beitrag für das Hamburger Ärzteblatt fest, dass diese „never ending Story“ hochaktuell war.

So beschrieb er in geschlossenen Räumlichkeiten „u.U. höchste Lebensgefahr für Erstretter und Zweitretter“. Im Hinblick auf die aktuelle Diskussion zum Thema Wohnungsdämmung und die zunehmende Anzahl an Suizidversuchen in abgedichteten Räumen ist dies also auch 2015 ein Teil dieser Story.

Die zunehmend flächendeckende Verbreitung von CO-Warngeräten im Rettungsdienst führt jedoch immer häufiger zur frühzeitigen Detektion solcher Lagen und einer zielführenden Therapie betroffener Patienten.

Zum Fachbeitrag “Der besondere Fall : Verborgene Gefahr  – Schleichender Tod” von Prof. Dr. med. Klaus Püschel, Seite 28

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