Thema: HBO in der Notfallversorgung

Notfallversorgung mit HBO nicht gesichert

Druckkammer-Therapie bei Rauchgasvergiftung und Tauchunfall

Die Wirksamkeit der Druckkammertherapie bei Rauchgasvergiftung und Tauchunfall ist wissenschaftlich bestens belegt. Auch die Bewertungen des für die Beurteilung neuer Heilmethoden zuständigen "Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte - GBA" sind sowohl für den Tauchunfall, als auch die Rauchgasvergiftung positiv. Trotz klarer wissenschaftlicher Anerkennung: Niemand kümmert sich um die Kosten für den stationären und ambulanten Einsatz der HBO bei Notfällen.

Notfallversorgung mit HBO ist lebenswichtig

Den Druckkammern entstehen bei der Notfallbehandlung erhebliche Kosten für Ärzte, medizinisches Fachpersonal und Technik. Vor allem sind auch die hohen Vorhaltekosten für die 24-stündige Bereitschaft einer Druckkammer bisher nicht gedeckt. Nur fünf Druckkammern in Deutschland können aktuell den 24-Stunden-Notfalldienst mit intensivmedizinischer Druckkammerversorgung gewährleisten: Berlin, Halle, Murnau, Düsseldorf und seit dem 10.02.2012 auch wieder Wiesbaden, wo das Hessische Sozialministerium nach einem dramatischen Rauchgasunfall eine schnelle und unbürokratische Lösung etablierte.

Die aktuelle Situation für Unfallopfer ist daher unbefriedigend und gefährlich. Ein bisher fehlender staatlicher Versorgungsauftrag könnte für die Einsatzfähigkeit von  Druckkammern sorgen und eine ständige Bereitschaft sichern. Nur dann ist eine zeitnahe Versorgung von Betroffenen möglich.