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Startseite » Informationen für Ärzte » Indikationen der HBO » Strahlenfolgen
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Strahlenfolgen

Späte Folgen einer Bestrahlung lassen sich mit HBO gut behandeln

Die Bestrahlung stellt nach wie vor eine der wirkungsvollsten Behandlungsmöglichkeiten für verschiedene Tumorarten dar. Je nach Art und Dosis der verwendeten Strahlung und abhängig von der Dauer der Einwirkungszeit und der Strahlungsempfindlichkeit des bestrahlten Gewebes, kann es dabei zu Schädigungen am Körper des Behandelten kommen. Solche Strahlenfolgen lassen sich mit der HBO mit gutem Ergebnis behandeln.

Wunden heilen mit HBO

  • Sauerstoff unter Überdruck verbessert die Abwehrfunktion der weißen Blutkörperchen und stärkt solche Enzymsystem,die Bakterien abtöten.
  • Die das Bindegewebe bildenden Zellen (sog. Fibroblasten) haben bei erhöhtem Sauerstoffdruck ihre höchste Aktivität.
  • Die bindegewebigen Fasern vernetzen sich ebenfalls am Besten unter erhöhtem Sauerstoffgehalt im Bereich der bestrahlten Organe.
  • Neue Blutgefäße können nur bei ausreichend hohem Sauerstoffgehalt gebildet werden, besonders im bestrahlten Gewebe.
  • Durch den Wechsel von Sauerstoffmangel und Sauerstoffüberversorgung wachsen neue Blutgefäße.
  • Blutungen, Entzündungen und Schmerzen gehen zurück, Knochendefekte heilen aus.

USA: Einsatz der HBO bei Bestrahlungs-Spätfolgen

Die "Centers for Medicare & Medicaid Services" in den USA, vergleichbar mit den Spitzenverbänden der Krankenkassen in Deutschland, übernehmen die Kosten bei den Indikationen Osteoradionecrosis und Soft tissue radionecrosis.

Gute Wirkung der HBO auch bei Strahlenzystitis und Strahlenproktitis

Harnblasen- und Enddarmschäden nach Bestrahlung lassen sich mit der HBO gut beeinflussen.

Was verstehen wir unter Strahlenschäden?

Strahlenfrühschäden
Früh einsetzende Strahlenschäden sind beispielsweise Schädigungen des Knochenmarks, sowie Schädigungen der Magen-, Darm-und Blasenzellen (Strahlencystitis und Strahlenproktitis). Früh einsetzende strahlungsbedingte Schäden sind in den meisten Fällen von progressiver (fortschreitender) Natur. Es kommt im bestrahlten Bereich zu einer verringerten Durchblutung in Folge von Gefäßschädigungen. Narbige Veränderungen, Thrombosen und ein Absterben des betroffenen Gewebes sind die Folgen.

Strahlenspätschäden
Sie entstehen ebenfalls durch eine direkte Strahleneinwirkung, treten aber erst Monate bis Jahre nach der Bestrahlung in Erscheinung. So kann es zu Veränderungen am Erbgut und zur Krebsentstehung kommen.

Darüber hinaus unterscheidet man:

Deterministische Strahlenschäden
Sie treten erst oberhalb eines bestimmten Bestrahlungsschwellenwertes auf, dann aber immer. Beispiele hierfür sind die Trübung der Augenlinsen oder das Hauterythem (Rötung der bestrahlten Haut).

Stochastische Strahlenschäden
Sie sind unabhängig von der Dosis der Strahlung. Bereits ein einziges Röntgenquant kann sie verursachen. Die stochastische Strahlenschädigung ist den Gesetzen des Zufall unterworfen.

AnhangGröße
[file] Strahlencystitis - Arztinformationen.pdf1.57 MB
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