Ob Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom einen Vorteil davon haben, wenn sie zusätzlich zur konventionellen Behandlung eine Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) erhalten, ist derzeit Gegenstand einer Nutzenbewertung des IQWiG. Die vorläufigen Ergebnisse wurden am 29. Dezember 2015 veröffentlicht.

Fast dreifach höher sind die Chancen auf Wundverschluss, wenn Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom mit der Hyperbaren Sauerstofftherapie behandelt werden. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Die HBO-Therapie habe hier einen deutlichen Vorteil gegenüber anderen Therapieoptionen. Die HBO wird daher zusätzlich zur herkömmlichen Wundversorgung empfohlen, wenn alle Möglichkeiten, das Gewebe zu revaskularisieren, also wieder ausreichend mit Blut zu versorgen, gescheitert sind und eine Amputation droht.

Zudem sieht das IQWiG keinen Anhaltspunkt für das häufige Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen bei Anwendung der Hyperbaren Sauerstofftherapie. Mit einer Rate unter zwei Prozent gilt die HBO-Therapie damit als sichere Behandlungsform.

Quelle: 
Pressemitteilung IQWiG
Hyperbare Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom: Vorbericht erschienen