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VDD e.V. - Verband Deutscher Druckkammerzentren e.V. (VDD)

Indikationen
mit Empfehlung zur HBO-Therapie

 

1) Wie wirkt die hyperbare Sauerstofftherapie? 5) Ein Knall zuviel? (Schalltrauma)
2) Das kranke Kniegelenk 6) Tinnitus / Hörsturz
3) Migräne 7) Chronische Wunden
4) Bestrahlungs-Spätfolgen 8) Tauchunfallbehandlung


Wie wirkt die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO)?

Die HBO ist eine Behandlungsform, bei der die Patienten unter Überdruckbedingungen (= hyperbare Atmosphäre) medizinisch reinen Sauerstoff einatmen (Oxygenation). Um einen thergeutischen Effekt zu erzielen, muss der Druck deutlich über dem normalen Umgebungsdruck liegen. Deshalb wird der Druck in der Therapiekammer um das c 1 1/2fache des Normaldruckes erhöht. Dann wird über eine Atemmaske das „Medikament Sauerstoff" geatmet. In der Therapiekammer selbst befindet sich während der gesamten Behandlungsdauer Luft normaler Zusammensetzung.
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Im Blickpunkt: Das kranke Kniegelenk
Aseptische Knochennekrosen (Hüftkopfnekrose und Morbus Ahlbäck)

Aseptische Knochennekrosen oder Osteochondrosen sind - meist spontan auftretende - Knochen- bzw. Knorpelknochenzerstörungen, oft am Hüftkopf des Oberschenkelknochens, am Kniegelenk oder am Schienbeinkopf (Morbus Ahlbäck).
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Im Blickpunkt: Migräne

Migräne ist eine Erkrankung, bei der es zu anfallsartigen Kopfschmerzattacken kommt, die meistens von Übelkeit sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet werden. Der Schmerz ist pulsierend, pochend und meistens sehr stark. Die Anfälle können wenige Stunden bis zu drei Tagen anhalten. Häufig beginnen die Schmerzen im Nacken und breiten sich dann über den Hinterkopf und die Schläfenregion bis zum Gesicht aus. Die Schmerzen sind halbseitig lokalisiert und können während des Anfalls die Seite wechseln oder sich auf den gesamten Kopf ausbreiten. Die Migräne sollte gegenüber dem Spannungskopfschmerz abgegrenzt werden.
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Im Blickpunkt: Bestrahlungs-Spätfolgen

Auch chronische Wunden und Geschwüre können Spätfolgen einer Bestrahlung sein. Der Zeitraum, in dem solche Folgen bemerkt werden, liegt zwischen 30 Tagen und 30 Jahren nach Bestrahlungsbeginn. Bei der Bestrahlung sollen möglichst alle bösartigen Zellen erreicht werden. Daher kann die Strahlentherapie auch noch gesundes, benachbartes Gewebe treffen und eventuell Zellen schädigen. Besonders strahlenempfindlich sind die kleinen Blutgefäße, das Bindegewebe, Knochen des Unterkiefers sowie die Darm- und Blasenschleimhaut.
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Im Blickpunkt: Ein Knall zuviel? (Schalltrauma)

Ein Schalltrauma kann zu Hörstörungen und Ohrgeräuschen = Tinnitus führen. Das Ohr kann sich oft erstaunlich gut regenerieren, abhängig vom Ausmaß der Schädigungen zu Beginn. Wenn am Tag nach dem Schalltrauma die Beschwerden noch andauern, ist der Besuch bei einm HNO-Arzt dringend zu empfehlen.
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Im Blickpunkt: Tinnitus / Hörsturz

Sie hören Geräusche, bei denen eine äußere, objektive Schallquelle fehlt. Selten gibt es auch Ohrgeräuschformen, bei denen die Schallquelle in Ihrem Körper verborgen ist. Oft tritt der Tinnitus auch als Folge eines Hörsturzes oder Schalltraumas auf. Unter einem Hörsturz versteht man die plötzliche, vollständige oder teilweise Hörminderung auf einem Ohr, selten auf beiden Ohren.
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Im Blickpunkt: Chronische Wunden
bei Diabetes mellitus und arterieller Verschlusskrankheit

Bei der arteriellen Verschlusskrankheit (abgekürzt: AVK) mindern Einengungen auch der großen Blutgefäße die Sauerstoffversorgung vor allem in den Beinen. Ca. 7% aller Diabetiker erleiden vor allem im Fußbereich Erkrankungsfolgen durch blutgefäßbedingte Minderdurchblutung; dadurch verringerte Sauerstoffversorgung, Nervenfunktionsstörungen, darunter insbesondere der Verlust der Schmerzempfindung im Fußbereich.
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Im Blickpunkt: Tauchunfallbehandlung - DCS 1 und DCS 2

Die Tauchunfallbehandlung in einer Druckkammer ist international videnzbasiert anerkannter Standard.
Der Gemeinsame Bundesausschuss GBA ordnete die Methode "Hyperbare Sauerstofftherapie bei Dekompressionskrankheit" mit in die Anlage A) Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die die gesetzlichen Kriterien erfüllen ein (vgl. Anlage: Bundesanzeiger vom April 2003). Das Krankenhaus darf die Methode tationär zu Lasten des Budgets bzw. der gesetzlichen Krankenversicherungen einsetzen.

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