Kosten der Behandlung
In Privatkassen, über Beihilfe und die Berufsgenossenschaften versicherte Patienten erhalten je nach Art und Dauer der Erkrankung die Therapiekosten in der Regel ersetzt.
Therapie-Empfehlung durch den behandelnden Arzt
Der primär behandelnde Arzt kann die Kostenübernahme seitens der Kassen unterstützen: Bei Vorliegen entsprechender Befunde schreibt er einen kurzen formlosen Kostenübernahmeantrag mit Angaben zur Behandlungsdiagnose, Art und Ergebnis der abgeschlossenen Vorbehandlung oder einen Brief ärztlichen Inhaltes.
Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen in Einzelfällen möglich
Durch Beschluss des "Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen" vom Juli 2000 können gesetzliche Krankenkassen ( z.B. AOK, BKK, LKK, Ersatzkassen) die Anwendung der HBO in der ambulanten Patientenversorgung grundsätzlich nicht mehr - übernehmen. Davon abweichende Einzelfallentscheidungen sind mgölich. Grundsätzlich tragen so versicherte Patienten die Kosten selbst. Gegen diesen Beschluss von 2000 ist eine Klage vor dem Sozialgericht Köln anhängig und wird vor dem Landessozialgericht weitergeführt.
Für gesetzlich versicherte Patienten anerkannte Indikationen der stationären HBO
Der gleichrangige "Bundesausschuss Krankenhaus" hat gleichfalls Indikationen zur HBO erneut überprüft (Tauchunfall, Gasembolie, Kohlenmonoxydvergiftung, Neuroblastom Stadium IV, Diabetischer Fuß Wagner III und IV) und festgestellt, dass die HBO - Wirkung für diese Indikationen wissenschaftlich abgesichert ist. Die HBO bleibt aus diesem Grund im Spektrum der stationären Behandlung. Ausgeschlossen aus der stationären Behandlung mit HBO wurden Krankheiten wie Herzinfarkt, Morbus Perthes, Weitwinkelglaukom und Neuroblastom sonstige Stadien. (Dabei handelt es sich aber um Indikationen, die seitens der Fachverbände für HBO Medizin nicht propagiert werden, weil hierfür die wissenschaftlichen Untersuchungen noch nicht fortgeschritten sind)
Im stationären Bereich sind die Behandlungen mit hyperbarem Sauerstoff zu Lasten der Kostenträger grundsätzlich möglich. In der Regel haben die Kliniken aber die im Einzelfall nicht unerheblichen Kosten dafür nicht in ihre Pflegesätze einkalkuliert, so dass sie sich nicht in der Lage sehen, die HBO-Behandlungen „einzukaufen“, sofern sie keine eigenen Druckkammern betreiben.
Gebührenordnung Ärzte - GOÄ
Die ärztlichen Leistungen werden in der Regel nach der Gebührenordnung Ärzte (GOÄ) liquidiert. Beispielsweise für die Drucktauglichkeitsuntersuchung (EKG, Lungenfunktion, Audiogramm, Tympoanogramm, Ohrmikroskop) und weitere Untersuchungen bzw. Beratungen. Für die eigentliche HBO-Therapie wird die Ziffer 792 analog angesetzt.
I. Analoge Ziffern
Es können u.a. folgende Ziffern ananlog angesetzt werden:
792 - Ärztliche Betreuung eines Patienten bei Hämodialyse bei Zentrums- oder Praxisdialyse
33 - Strukturierte Schulung einer Einzelperson mit einer Mindestdauer von 20 Minuten
614 - Trankutane Messung(en) des Sauerstoffpartialdrucks
II. HBO- Sach- und Dienstleistungskosten
Analog den Dialyse- Sach- und Dienstleistungskosten fallen in der HBO gleichfalls Sach- und Dienstleistungskosten an. Diese können von Zentrum zu Zentrum nach den jeweils gegebenen Strukturen abweichen. HBO-Sach- und Dienstleistungskosten sind bis zu EUR 190,00 pro Behandlung angemessen..
Stand Februar 2009

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